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Wir bringen engagierte Mitarbeiter und Unternehmen der Altenpflege mit angrenzenden und unterstützenden Dienstleistern, Firmen oder Bürgern zusammen.

Die Generation 65+ werden schon bald wir sein und sicher haben wir neue Maßstäbe und unsere ganz eigenen Bedürfnisse.
Technologien wie Skype für den Kontakt mit den Enkeln im Ausland, Kreditkarten, Onlineshopping, Fotos auf dem PC und vieles mehr werden Themen sein. Der Einsatz von Robotern und technischen Hilfsmitteln erscheint heute noch befremdlich, aus mancher Perspektive jedoch sinnvoll.
Gesellschaftliche Herausforderungen rund um Demenz, Sexualität im Alter, gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und ethnischer sowie kultureller Vermischung und Veränderung kommen auf uns zu.
Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe um den Wert des Alters und Altwerdens. Dafür notwendige Konzepte zu entwickeln ist das eine. Wir unterstützen die Mitarbeiter und Unternehmen der Altenpflege dabei, diese in die Tat umzusetzen.

Die Vorgeschichte

Wie es zu dieser Initiative kam

November 2013: Bei einer 2-tägigen Open-Space-Veranstaltung in Hameln, mit dem Titel Personalmangel als Chance begreifen, initiierten die heute Vorsitzenden (Juno und Armando Sommer) zwei Arbeitsgruppen zum Thema „Berufsständisches Denken“ und „Strategisches Marketing für Mitarbeiter – zwei Perspektive“. Dabei wurde deutlich welche Chancen sich in einer neuen Betrachtung der Altenpflege verbergen.

Es verlangt dazu einen gesellschaftlichen Wandel. Wir müssen „Begeisterung und Stolz für Altenpflege“ entwickeln. Begeisterung für das, was die Branche und die Unternehmen zu bieten haben und Stolz für das was wir daraus machen.

Februar 2015: Durch diesen Impuls und im Laufe einiger Beratungen zum Thema Mitarbeitermotivation und Marketing in der Altenpflege entwickelte das Ehepaar die Idee zum gemeinsamen Projekt. Mit ersten Mitstreitern wurde der Verein Wird Sind Altenpflege in Köln gegründet. Sitz des Vereines ist aus strategischen Überlegungen der Startplatz | Im Mediapark 5 | 50670 Köln geworden. Dr. Lorenz Gräf (Gründer und Geschäftsführer vom Startplatz) unterstützt damit unser Vorhaben seit der ersten Stunde.

Die Perspektiven der Altenpflege

Mai 2015: Kurz nach Gründung des Vereines wurden wir zum 30-jährigen Bestehen des Japanisch-Deutschen Zentrums in Berlin eingeladen. Dr. Silke Bromann als Expertin für Japan hat uns begleitet. 

„Prävention in der alternden Gesellschaft“: Ist Japan in einigen Bereichen weiter?

Zum Thema Demografischer Wandel hat das Japanisch-Deutsche-Zentrum Berlin anlässlich seines 30-jährigen Bestehens gemeinsam mit den Gesundheitsministerien der beiden Länder am 4. und 5. Mai ein Symposium veranstaltet. Mit beiden Fachministern Herrmann Gröhe und Yasuhisa Shiozaki waren hochrangige Vertreter aus beiden Staaten zugegen.

Enge Kooperation auf Ministerienebene

Beide Ministerien arbeiten schon seit mehreren Jahren intensiv zusammen. Es gibt regelmäßige bilaterale Treffen; zur Zeit hospitiert eine Beamtin aus Japan im Bundesgesundheitsministerium. Auf den ersten Blick wirkt dies eigenartig, liegt Japan doch weit weg von Europa.

Erstaunlich viele Gemeinsamkeiten

Es gibt viele Gemeinsamkeiten in der Bevölkerungsentwicklung und auch in den Gesundheits- und Sozialversicherungssystemen. Für beide ist der demographische Wandel eine drängende Aufgabe und steht dementsprechend weit oben auf der politischen Agenda. Bei Einführung der japanischen Pflegeversicherung hat das deutsche Modell Pate gestanden. Auch sind die Strukturen der Renten- und Krankenversicherung ähnlich wie in Deutschland.
In Zukunft soll in beiden Länder die Gesundheitsprävention gestärkt werden: Hierzulande wird gerade ein eigenes Präventionsgesetz auf den Weg gebracht; in Japan ist der „Health Japan 21“-Plan ausgerufen worden. Hiermit sollen die Aktivitäten der einzelnen Akteure (zentrale und lokale Verwaltung, Versicherungsträger, Ärzte und Krankenhäuser, Fachverbände) in Hinblick auf der Vermeidung lebensstilbedingter Krankheiten besser koordiniert werden.

Gröhe,-Shiozaki-Wir-Sind-Altenpflege

Was wir von Japan lernen können

Landesweit können sich Bürger zu „Demenz Supportern“ ausbilden lassen: Wenn sie an einer 90-minütigen Unterweisung teilgenommen haben, erhalten sie ein orangefarbenes Armband, das sie als freiwillige Demenzhelfer ausweist.
Durch solche Schulungen und Aufklärungskampangen ist ein hohes Bewußtsein für das Thema Demenz vorhanden. Herr Mizutani, der zuständige Referent aus dem japanischen Gesundheitsministerium berichtete von seiner neunjährigen Tochter, die in der Schule über die Demenz in ihren unterschiedlichen Ausprägungen gelernt hatte und das verwirrte Verhalten von älteren Menschen daher in Ordnung findet. Herr Mizutani erinnerte sich an seine eigene Jugend, wo er sich seiner dementen Großmutter, die einmal fast das Haus in Brand gesteckt hätte, geschämt hat.

Großer Wert wird in Japan auf die „Community“ gelegt. Nachbarschaftshilfe und örtliche Freiwilligenangebote werden gefördert, um so niedrigschwellige Angebote für ältere Menschen zu schaffen. Beispielsweise bringen die Nachbarn den Müll zur Sammelstelle oder erledigen Einkäufe für diejenigen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Kritische Stimmen gibt es dazu auch in Japan: Es wird befürchtet, dass sich der Staat so aus seinen Verpflichtungen zurückziehen könnte.

Intention des Vereins Wir Sind Altenpflege

Das wir einen bundeseinheitlichen Personalschlüssel brauchen steht außer Frage. Ist jedoch ein höherer Personalschlüssel in der Pflege allein die Lösung? Aufgrund der demographischen Entwicklung geht langfristig die Zahl der erwerbsfähigen Menschen zurück und zugleich altert die Bevölkerung spürbar. Von dieser Entwicklung sind alle Branchen betroffen.

Wie wir in der Grafik erkennen können, wird sich die Anzahl der Erwerbsfähigen je Pflegefall bis 2050 etwa halbieren. Wir wollen darüber nachdenken, wie wir Schüler und Auszubildende frühzeitig sensibilisieren und einbinden. So kann die Bereitschaft für soziales Engagement erhöht werden. Allerdings setzt dieses Vorgehen eine bessere Vernetzung der Institutionen voraus.

Die Zusammenarbeit in einer Kommune, Gemeinde und zwischen Nachbarn sowie Wirtschaft muss gestärkt werden. Außerdem ist es unumgänglich, dass wir uns intensiv mit Technologien unserer Zeit befassen um eine spürbare Arbeitserleichterung und eine bessere Vernetzung zu erreichen.

Beratung, Begleitung und Koordination zu Pflege und Betreuung müssen ausgeweitet und in die Fläche gebracht werden. Die Zukunft der Altenpflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die mutige und unkonventionelle Lösungen braucht.

Wir bieten eine Plattform für angrenzende und unterstützende Dienstleister sowie engagierten Unternehmen und Bürger. Mit unserem Netzwerk entwickeln wir innovative Bausteine in der Altenpflege. 

Erwerbsfähige je Pflegefall (optimistische Berechnung)

Quellen: Fuchs/Söhnlein/Weber, IAB-Kurzbericht 16/2011, aktualisiert 2015; Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Heft 2: Auswirkungen auf Krankenhausbehandlungen und Pflegebedürftige 2010, Status-Quo-Szenario

© Armando Sommer 2015 | Eigene Berechnungen

Quellen: Fuchs/Söhnlein/Weber, IAB-Kurzbericht 16/2011, aktualisiert 2015; Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Heft 2: Auswirkungen auf Krankenhausbehandlungen und Pflegebedürftige 2010, Status-Quo-Szenario

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